KINDERTRAUER

KINDER TRAUERN ANDERS - ABER WIE DENN?
Kinder erleben viele "kleine" Verluste, zum Beispiel das Verlieren eines Stofftieres, oder der Abschied eines Schulfreundes, der umzieht.
Die existenziellste aller Verlusterfahrungen ist der Tod.
Wenn Kinder Ihre Eltern oder Geschwister verlieren ist dies ein einschneidendes Erlebnis. Neben dem Verlust des geliebten Menschen verlieren sie auch den Halt
in der Familie, da plötzlich nichts mehr so ist wie es einmal war. Die ganze Familienkonstellation verändert sich.
Wird das Kind doch plötzlich das älteste Kind in der Familie, oder aber der Sohn/die Tochter versucht den Platz des verstorbenen Elternteils einzunehmen.
Diese Kinder stecken Ihre Trauer oft zurück, um für die anderen Angehörigen keine Belastung darzustellen.

Kinder sind in Ihrer Trauer spontan. Sie kennen keine Trauerzeit, keinen Ort der ungeeignet wäre und keine Einschränkungen im Zeigen Ihrer Gefühle.
Jedes Kind trauert auf seine Weise, da jedes Kind den Verlust eines nahestehenden Menschen anders erlebt.
Oft hört man von Eltern, dass die Kinder nicht darüber sprechen, und sie machen sich Sorgen, dass Ihre Kinder nicht traurig sind.
Kinder trauern durchaus wenn sie spielen und fröhlich sind.
Manchmal erlebt man sie als ob nichts geschehen wäre.
Andere Kinder werden aggressiv, weinen oder ziehen sich zurück.
Die meisten Kinder überwinden die Verlusterlebnisse, wenn sie verständnisvolle liebe Menschen um sich haben. Die Kinder lernen sich in der neuen Situation
zurechtzufinden. Kinder, die sich in Ihrem Schmerz nicht angenommen fühlen, fühlen sich in ihrer Trauer einsam und alleine.

TIERE UND IHRE WIRKUNG AUF KINDER
Kinder fühlen oft eine Vertrautheit und besondere Nähe zu Tieren. Sie lesen ihre Körpersignale und haben ein besonderes Feingefühl für ihre Mitgeschöpfe.
Kinder haben mit Tieren die Möglichkeit zu sozialem Lernen. Auch verhelfen Tiere zu einem offenen emotionalen Ausdruck. Psychologische Stressreduktion,
Beruhigung und Entspannung sind weitere positive Effekte.
Erreicht werden sie über Wahrnehmungs- und Interpretationsveränderung von Belastung, Trost und Beruhigung.
Aber auch Ablenkung durch das Tier tragen dazu bei.

Nicht allein das Tier, vielmehr die freie Begegnung mit dem Tier, kann beim Menschen Impulse für einen heilenden Prozess setzen.